Österliche Freude – Die Freude, die nicht gesucht wurde

Die Auferstehung überfällt die Jünger. Niemand hatte sie erwartet. Jesus trifft die Jünger unvorbereitet. Trotz der Worte Jesu (Mk 8,31) war ihr Denken auf Tod und Scheitern fixiert. Und ihre Hoffnung lag in der Vergangenheit: „Wir aber hatten gehofft…“ (Lk 24,21). Freude war kein Ziel mehr. Was die Jünger mit dem Auferstandenen erlebten, ist keine […]
Mitten unter uns – Das Reich Gottes ist jetzt da!

Jesus hat das Reich Gottes angekündigt als Wirklichkeit, die mit ihm gegenwärtig ist. „Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17,21) – diese Zusage durchzieht seine ganze Verkündigung. Von Anfang an lebt er aus der Überzeugung, dass der Vater gegenwärtig handelt, dass die Zeit erfüllt ist (Mk 1,15), dass jetzt der Augenblick […]
Ein Fremder am Tisch – Warum der Glaube mit einem geteilten Mahl beginnt

Wer sucht, erwartet Beweise. Wer hofft, will Zeichen. Doch der Glaube beginnt oft an einem Ort, der wenig Spektakuläres bietet: an einem Tisch, mit einem Brot, das gebrochen wird. Die Jünger von Emmaus erleben die Auferstehung nicht als Offenbarung am Himmel oder als ein leuchtendes Wunder, sondern in einem ganz einfachen Moment – „als er […]
Die Wunden, die bleiben

Jesus kommt nicht heil zurück. Auferstehung bedeutet nicht, dass alles wieder gut ist. Es bedeutet nicht, dass die Geschichte aufgehoben wird wie ein Missverständnis. Sie bleibt – lesbar im Leib Christi. Die Wunden sind nicht verheilt, nicht geglättet, nicht übermalt. „Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg […]
„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5-6)

Das Christentum beginnt nicht mit einer Philosophie, sondern mit einem Schock. Das Grab ist offen, der Leichnam fehlt. Die Frauen, die zum Grab kommen, sehen nicht eine Vision oder eine Metapher, sondern den lebendigen Christus. Er ist nicht wiederbelebt, nicht in Gedanken, nicht als Symbol – er lebt mit Leib und Seele, mit Wundmalen, die […]
Aschermittwoch – Der Anfang vom Wesentlichen

Ein Kreuz aus Asche auf der Stirn. Die Worte: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.“ Aschermittwoch ist kein sanfter Beginn der Fastenzeit. Er ist direkt. Er konfrontiert uns mit einer Wahrheit, die niemand gern hört: Wir sind endlich. Unser Leben ist begrenzt. Wir werden sterben. Doch Aschermittwoch stellt die Frage: Was […]