Das leere Grab – Ein Hinweis, der Glauben fordert

Das wenig bekannte ursprüngliche Ende des Markusevangeliums 16,8 bricht abrupt ab. Denn es endet nicht mit Erscheinungen des Auferstandenen, nicht mit einer geschlossenen Osterharmonie, nicht mit einer erklärenden Auflösung. Nach der Verkündigung Jesu, nach seinem Leben, seiner Lehre und seinem Tod bleibt am Ende nur das leere Grab und das Schweigen derer, die es sehen. […]

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5-6)

Das Christentum beginnt nicht mit einer Philosophie, sondern mit einem Schock. Das Grab ist offen, der Leichnam fehlt. Die Frauen, die zum Grab kommen, sehen nicht eine Vision oder eine Metapher, sondern den lebendigen Christus. Er ist nicht wiederbelebt, nicht in Gedanken, nicht als Symbol – er lebt mit Leib und Seele, mit Wundmalen, die […]