Zwischen Zeugnis und bleibender Gegenwart – Warum Christus nicht allen sichtbar bleibt

Es gibt eine Frage, die einen tiefen Punkt unseres Glaubens berührt: Wenn Christus wirklich auferstanden ist und den Tod besiegt hat, warum zeigt Er sich nach Ostern nur für eine begrenzte Zeit? Warum nicht vor der ganzen Welt, vor Seinen Gegnern und vor allen Generationen zugleich, sodass jeder Zweifel sofort ausgeschlossen wäre? Für viele, die […]

Der Atem des Auferstandenen – Beichte und die neue Schöpfung

Nach Ostern geschieht im Johannesevangelium etwas leicht Übersehbares. Jesus erscheint Seinen Jüngern, spricht ihnen Frieden zu und haucht sie an mit den Worten: „Empfangt den Heiligen Geist!“ (Joh 20,22). Danach folgt die Vollmacht zur Sündenvergebung: „Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten“ (Joh 20,23). Warum dieser […]

Das leere Grab – Ein Hinweis, der Glauben fordert

Das wenig bekannte ursprüngliche Ende des Markusevangeliums 16,8 bricht abrupt ab. Denn es endet nicht mit Erscheinungen des Auferstandenen, nicht mit einer geschlossenen Osterharmonie, nicht mit einer erklärenden Auflösung. Nach der Verkündigung Jesu, nach seinem Leben, seiner Lehre und seinem Tod bleibt am Ende nur das leere Grab und das Schweigen derer, die es sehen. […]

Jesus und Lazarus – Wiederbelebung und Auferstehung

Im Neuen Testament gibt es zwei Berichte, die jeweils ein Zurückkehren aus dem Tod beschreiben: über Jesus und über Lazarus. Beide Texte sprechen von einer Rückkehr ins Leben, und doch sind sie unterschiedlich aufgebaut und zeitlich versetzt. Die eine Szene beschreibt Wiederbelebung, die andere Auferstehung. Wiederbelebung – Lazarus Die Lazarus-Erzählung ist klar in einen realen […]

Den Auferstandenen sehen – Das Problem des Nichterkennens

Mehrfach berichten die Evangelien, dass die Frauen und Jünger Jesus nach der Auferstehung sehen und Ihn trotzdem nicht erkennen. Maria von Magdala hält Ihn zunächst für den Gärtner (Joh 20,14–15). Zwei Jünger gehen mit Ihm nach Emmaus und merken lange nicht, wer bei ihnen ist (Lk 24,16). Am See von Tiberias steht Jesus am Ufer, […]

Österliche Freude – Die Freude, die nicht gesucht wurde

Die Auferstehung überfällt die Jünger. Niemand hatte sie erwartet. Jesus trifft die Jünger unvorbereitet. Trotz der Worte Jesu (Mk 8,31) war ihr Denken auf Tod und Scheitern fixiert. Und ihre Hoffnung lag in der Vergangenheit: „Wir aber hatten gehofft…“ (Lk 24,21). Freude war kein Ziel mehr. Was die Jünger mit dem Auferstandenen erlebten, ist keine […]

Ein Fremder am Tisch – Warum der Glaube mit einem geteilten Mahl beginnt

Wer sucht, erwartet Beweise. Wer hofft, will Zeichen. Doch der Glaube beginnt oft an einem Ort, der wenig Spektakuläres bietet: an einem Tisch, mit einem Brot, das gebrochen wird. Die Jünger von Emmaus erleben die Auferstehung nicht als Offenbarung am Himmel oder als ein leuchtendes Wunder, sondern in einem ganz einfachen Moment – „als er […]

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5-6)

Das Christentum beginnt nicht mit einer Philosophie, sondern mit einem Schock. Das Grab ist offen, der Leichnam fehlt. Die Frauen, die zum Grab kommen, sehen nicht eine Vision oder eine Metapher, sondern den lebendigen Christus. Er ist nicht wiederbelebt, nicht in Gedanken, nicht als Symbol – er lebt mit Leib und Seele, mit Wundmalen, die […]